Logo HdDM

 Aktuelles

...vom 21.09.2018

Was geht uns Katalonien an?

Aktuell
© CDR Berlin

Hoffnung für ein solidarisches Europa von Unten?


Abrechnung mit den Nachfolgern der Franko-Diktatur u. der Monarchie?


Inhaftierung demokratisch gewählter Parlamentarier u. Akteure der Zivilgesellschaft?


politische Verfolgung der ins Exil Geflohenen durch europäische Haftbefehle?


Politische Gefangene u. Verfolgte mitten in West-Europa?


EU-Brüssel- Merkel schweigen u. dulden diese Verletzungen europäisch-demokratischer Grundwerte


In Spanien protestieren und demonstrieren 2 Mio. Katalanen, davon über 700 Bürgermeister u. Gemeinden (von ca. 900) für Freiheit, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit - oder ist das alles nur Kleinstaaterei separatistischer Nationalisten?


Diskussionsveranstaltung mit CDR-Berlin und Ralf Streck (Journalist): Wir diskutieren Ursachen, Hintergründe u. aktuelle Entwicklungen in Katalonien und ihre möglichen Auswirkungen auf Spanien und Europa.

Web: cdrberlin.blogspot.com

...vom 14.09.2018

SHOAH, Filme und Zeugen - 50 Filme aus über 75 Jahren Filmreihe Kino Babylon Berlin 16.-30.09.2018

Aktuell
© Babylon Berlin

Am Anfang war die Lüge

Die Lüge im Film über die SHOAH ist essentiell, weil die Wahrheit die menschliche Vorstellungskraft übersteigt!

Es kann nicht dargestellt werden. Auch am Anfang der SHOAH steht die Lüge.

Wie hätte man denn Millionen Menschen sagen können, dass man gedenkt, sie alle umzubringen? Die Verbreitung dieses Gedankens hätte zu riesigen Verwerfungen geführt. Die soziale Ordnung wäre schlicht zusammengebrochen. So, wie es mit einer Verzögerung von 12 Jahren dann auch passiert ist. Es braucht Zeit bis sich ein Gedanke materialisiert.

In der Zwischenzeit hatten die Lager ihre grausige Arbeit geleistet, war es für viele Menschen zu spät. Zum Schluss fiel das Unvorstellbare auf die Auslöser zurück. Allerdings – natürlich – nicht mit der gleichen Härte. Weil das schlicht unmenschlich wäre! Bemerkenswert, dass sich einige nachher über die Unannehmlichkeiten in Deutschland beschweren. „Auch wir haben gelitten.“ „Davon haben wir nichts gewusst!“.

Und noch schlimmer: Manche haben so einen Gefallen daran gefunden, dass sie die im System immanente Lüge fortschreiben möchten. „Die Toten sind gar nicht ermordet worden!“ Dies ist nichts anderes, als würden sie die Opfer, die ja nichts mehr besitzen als ihre Unschuld, zum zweiten Mal ermorden. Rufmord.

In vielen der hier präsentierten Filme spielt diese zentrale Kategorie eine essentielle Rolle: Wahrheit. Auch Verrat und Lüge. Was kostet es ein Mensch zu sein? To Be or Not To Be im Sinne von Shakespeare und Ernst Lubitsch.

In wenigstens drei der Filme ist das Thema Lüge die dramaturgische Idee. Zug des Lebens, La vita è bella und im Eröffnungsfilm der Filmreihe: Jakob der Lügner.

Die Genialität von Jurek Becker bestand darin, genau in diese Wunde das Salz zu streuen und den LÜGNER zum komischen Helden zu machen!

Becker hatte als Kind das KZ überlebt. Er hat den Tabubruch begangen. Liegt darin das jüdische in seinem Buch/Film? Nach Lubitsch (To Be or Not To Be [Sein oder Nichtsein], 1942) aber auch lange vor Benigni hat er die Frage beantwortet: Hat die Komödie als Genre einen Platz in dieser Geschichte? Kann man sie so am besten erzählen? Wie will man das Unmenschliche darstellen, ohne sich selbst, (und den Zuschauer) als Mensch (und Gott) zu zerstören?

Die SHOAH kann nicht erzählt werden. Sie verlässt unser Koordinatensystem.

Am Anfang war die Lüge.

Die Reihe startet am 16. September um 17 Uhr mit Frank Beyers tragikomischen, mit einem silbernen Bären preisgekrönten „Jakob der Lügner“ (1974). Danach, um 18.45 Uhr, debattieren Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung und Schirmherr der Shoah-Reihe, sowie Daniel Baranowski von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und Julius H. Schoeps, Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums über das hochaktuelle Thema „Holocaust - Erinnerung für die Zukunft“.

Große Regisseure haben sich dem Shoah-Thema zugewandt und sind mit ihren Werken nun im Babylon zu sehen: Ernst Lubitsch, Billy Wilder, Fred Zinnemann, Wolfgang Staudte, Alain Resnais, Vittorio de Sica, Stanley Kramer, Frank Beyer, Konrad Wolf, Lina Wertmüller, Agnieszka Holland, Andrzej Munk, Roberto Benigni, Roman Polanski.

Während des gesamten Festivals präsentiert das Babylon täglich erstmals eine Serie bislang nicht im Kino vorgeführter Videointerviews mit Holocaustüberlebenden aus Deutschland, Griechenland, Litauen, Polen und der Tschechoslowakei – in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam und der Berliner Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Am 19. September um 18 Uhr wird das Publikum die Möglichkeit haben, mit am Projekt beteiligten Wissenschaftlern, Interviewern sowie Angehörigen der Überlebenden ins Gespräch zu kommen. Einen besonderen Bezug gibt es zu der Berliner Holocaustüberlebenden Regina Steinitz, deren achtstündiges Interview am 22. September um 14 Uhr zu sehen ist. Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Ruth wohnte sie als Kind in der Nachbarschaft des Babylon und war Besucherin des Kinos. 2016 begrüßten wir sie als Premierenehrengäste ihres Dokumentarfilms „Die Püppchen aus der Auguststraße“.

Am 22. September um 18 Uhr kommt es mit den Regisseuren Felix Möller und Jessica Jacoby und ihren Filmen „Harlan – Im Schatten von Jud Süß“ (2008) sowie „Roads – Zwischen Düsseldorf und New Orleans“ (2017) zu einem dokumentarischen Filmdialog. Die Nachfahren von Veit Harlan, der mit seinem antisemitischen Film „Jud Süß“ zum Meisterregisseur des Nationalsozialismus avancierte, setzen sich mit ihrem Verhältnis zu Harlan und zur deutschen Vergangenheit auseinander. Während Felix Möller die Kinder und Enkel Veit Harlans zu diesem Erbe befragt, spürt Harlans Enkeltochter Jessica Jacoby, die auch in Möllers Film auftritt, in ihrem Film „Roads – Zwischen Düsseldorf und New Orleans“ ihrer jüdischen Familiengeschichte nach. Mit anschließender Diskussion in Anwesenheit der beiden Regisseure.

Am 26. September um 20 Uhr wird die schmerzliche Auseinandersetzung mit den Familienlegenden um den Nazitäter Hanns Ludin und dessen Verbrechen in der Slowakei in dem Dokumentarfilm „2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß“ zu sehen sein. Ludins jüngster Sohn Malte Ludin ist der Regisseur. Zusammen mit seiner Produzentin Iva Švarcová ist er im Anschluss zum Gespräch zu Gast.

In Zusammenarbeit mit der Berliner Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld und dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam und Cathy Gelbin, University of Manchester.

Alle Filme:

In Memoriam Claude Lanzmann: Shoah,Sobibor, 14. Oktober 1943, 16 Uhr, Ein Lebender geht vorbei, Der Karski-Bericht, Warum Israel [Pourquoi Israël], Tsahal, Shoah: Der letzte der Ungerechten, Vier Schwestern

To Be or Not To Be [Sein oder Nichtsein], Das siebte Kreuz [The Seventh Cross], Nazi Concentration Camps, Die Todesmühlen, Die Mörder sind unter uns , Ehe im Schatten , Die letzte Etappe, Nacht und Nebel + Die Todesmühlen, Das Tagebuch der Anne Frank , Sterne, Das Urteil von Nürnberg, Die Passagierin [Pasazerka], Nackt unter Wölfen, Der Garten der Finzi Contini [Il giardino dei Finzi-Contini], Der Nachtportier [Il portiere di notte], Jakob der Lügner, Aufstieg [WOSCHOSHDENIJE] , Sieben Schönheiten [Pasqualino Settebellezze], Sophie’s Choice, Hotel Terminus, Hitlerjunge Salomon, Das Leben ist schön [La vita è bella], Zug des Lebens [ Train de Vie] , Aimee & Jaguar, Mutters Courage, Der Pianist, Sophie Scholl – Die letzten Tage, Fateless, Harlan – Im Schatten von Jud Süß, Roads, In Darkness, 2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß, Die Fälscher, Son of Saul, Denial, "Archiv der Erinnerung" - Interviews mit Überlebenden der Shoah - Moses Mendelssohn Zentrum, Interviews mit Überlebenden der Shoah in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Web: babylonberlin.eu

...vom 05.08.2018

Erinnern an homosexuelle Opfer in Auschwitz und Berlin – und LGBTIQ-Rechte in Polen heute

Aktuell
© Joanna Ostrowska und Lutz van Dijk

Joanna Ostrowska ist Historikerin und LGBTI Aktivistin aus Warschau. Gemeinsam mit Lutz van Dijk hat sie die polnische Ausgabe der Jugenderinnerungen des einzigen bisher bekannten polnischen schwulen Mannes herausgegeben, der im besetzten Polen nach § 175 verurteilt worden war (“Verdammt starke Liebe”). Beide engagieren sich für ein Erinnern an homosexuelle Frauen und Männer in der polnischen Gedenkstätte Auschwitz, die nicht nur weltweit als das Symbol nazistischer Vernichtungspolitik gilt, sondern jährlich von rund 2 Millionen Menschen besucht wird. Joanna hat auch die Petition an den Bundestagspräsidenten unterschrieben, im Bundestag am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) zukünftig auch an homosexuelle Opfer zu erinnern. An diesem Abend berichten Joanna und Lutz von ihrer Zusammenarbeit, die auch große Bedeutung für die LGBTI Bewegung in Polen heute hat. Es wird Englisch und Deutsch gesprochen.

Moderation: Wenke Christoph, Rosa Luxemburg Stiftung

Am 05.09.2018 ab 20 Uhr im Aquarium, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit: Schwules Museum Berlin Anne Frank Zentrum Berlin queeramnesty Hirschfeld-Eddy-Stiftung Schwule Lehrer in der GEW Berlin

Web: www.rosalux.de

...vom 01.08.2018

Aktionswoche: Our bodies are not your battlefields

Aktuell
© Korea-Ver­band e.V.
Women Unite Against Feminicide & Sexual Violence Initiiert durch “Internationales 8. März Bündnis” 3.-8. August 2018

Web: trostfrauen.de

...vom 17.07.2018

Am 18.August ist ein rechtsextremer "Heßmarsch" in Spandau angekündigt

Aktuell
© Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin
Gegen den angekündigten Aufmarsch Rechtsextremer am 18.August 2018 in Spandau in Berlin hat sich - wie in den Jahren zuvor bei solchen Veranstaltungen - auch dieses Jahr ein breites Bündnis aufgestellt. Gerade mit Blick auf das NSU-Netzwerk und das vorläufige Prozessende sowie den deutlich spürbaren gesellschaftlichen Rechtsruck ist es umso wichtiger hier als Zivilgesellschaft Gesicht zu zeigen.

Bündnis-Aufruf „Verantwortung für die Vergangenheit übernehmen – für Gegenwart und Zukunft“ Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin HDD

Bündnis-Aufruf "Gemeinsam gegen Nazi-Heldengedenken 2018" Spandauer Bündnis gegen Rechts HDD

und

Einschätzung zum Rudolf-Heß-Marsch am 18. August 2018 Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin HDD

Web: www.berlin-weltoffen.de