Logo HdDM

Kommende Ausstellung

vom 3.1.2022 bis 26.2.2022 im Foyer Robert-Havemann-Saal
Werktags von 10:00 Uhr bis 17:00, bitte kurz vorher bei der Verwaltung melden

"Unverkäuflich"

Vernissage

kommende Ausstellung

2020. In Deutschland wurde der Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle beschlossen. Im Vorfeld des Tagebaus Nochten blüht das Leben. Anwohner und Gäste erfreuen sich der Natur, nicht nur wenn der Wald zum Blaubeersammeln einlädt. Wer ganz leise ist, sieht weißes Damwild über die Lichtungen am Waldrand ziehen. Doch die Idylle ist akut gefährdet. Meter um Meter rücken - trotz des beschlossenen Ausstiegs - die Bagger des Tagebaues vor und vernichten die gewachsene Landschaft. Geht es nach der LEAG, werden sie sich bis direkt an die Dörfer Mulkwitz und Rohne heranfressen. Die Bundesregierung gibt der LEAG bis zu 1,75 Milliarden Euro Entschädigung für den Kohleausstieg, ohne dass der Konzern von diesem Plan Abstriche macht. Die Hinterlassenschaft: Riesige Tagebaurestlöcher, in denen wertvolles Wasser verdunstet. Flüsse färben sich ockerbraun und Sulfat verunreinigt das Trinkwasser. Und die LEAG, im Eigentum zweier tschechischer Milliardäre, will weiter machen als ob es kein Pariser Klimaabkommen gäbe. Muss man sich damit abfinden? Die GRÜNE LIGA – Umweltgruppe Cottbus sagt NEIN. Von Eigentümern, die ihren Wald nicht an die LEAG verkaufen möchten, hat die Umweltorganisation im Dezember 2019 ein privates Grundstück im Vorfeld des Tagebaues Nochten bis 2037 zur Nutzung übertragen bekommen. Hier finden nun Bildungs- und Kulturveranstaltungen, Waldumbau und Naturschutzmaßnahmen statt.

Der Wald könnte auch helfen, die Dörfer vor Staub und Lärm aus dem Tagebau zu schützen – wenn die Grube vorher stoppt. Eine Überarbeitung des Braunkohlenplans zum Tagebau Nochten ist bereits eingeleitet. Dieses Verfahren muss die beste Variante für Dörfer und Natur herausfinden und festlegen – es darf nicht einfach den Wünschen des Kohleunternehmens folgen.

Etwa im Jahr 2024 soll das gepachtete Waldstück von den Kohlebaggern zermalmt werden. Wir halten stand und sagen: „UNVERKÄUFLICH“.

Veranstaltende: Grüne Liga; Haus der Demokratie und Menschenrechte

Veranstaltungen im Rahmen dieser Ausstellung:

Montag, 10.1.2022 um 19:00 Uhr, Robert-Havemann-Saal

Vernissage zur Ausstellung "Unverkäuflich"

Veranstaltungsbild
Auf Grund der Eindämmungsmassnahmen bezüglich der Corona-Pandemie wird die Vernissage im kleinen Rahmen stattfinden. Interessierte mögen sich bitte bei der ausstellenden Umweltgruppe vorher per Email über umweltgruppe@kein-tagebau.de ...


Letzte Ausstellung

vom 11.11.2021 bis 30.11.2021 im Foyer Robert-Havemann-Saal

Der kurze Herbst der Utopie 1989

Ausstellung

aktuelle Ausstellung   mehr Infos ▶  
vom 11.11.2021 bis 30.11.2021 im Foyer Robert-Havemann-Saal

Der kurze Herbst der Utopie 1989

Ausstellung

aktuelle Ausstellung

Mit jedem Jahr wird die DDR grauer, ihr Ende unabwendbarer und die Ereignisse von 1989 eindeutiger. Kerzen – Demos – Mauerfall und das war dann auch schon alles? Oder war da noch was? Die 1999 realisierte Ausstellung „Der kurze Herbst der Utopie“ geht von genau dieser Fragestellung aus, wenn sie den utopischen Moment des Herbstes 1989 in den Mittelpunkt stellt.

Denn nachdem vorher jahrzehntelang nichts ging und danach nicht mehr allzu viel, gab es diese Zwischenphase, diesen kurzen Augenblick in dem so vieles möglich schien. Dieser Moment steht im Mittelpunkt der Ausstellung, mit all seinen Besonderheiten. Schwerpunkte der Ausstellung bilden die Geschichte der oppositionellen Gruppen, das Verhältnis zur Ausreise-Bewegung, die Entwicklung der Demonstrationen sowie die Haltungen zur SED und zum Staatsapparat. Wer archiviert, dokumentiert und dominiert das "Wendegedächtnis"?

Gestaltet und konzipiert wurde die Ausstellung von Menschen und Gruppen, die selbst '89 engagiert und streitbar Geschichte (mit-)gemacht haben. Sie basiert daher nicht nur auf allgemein zugänglichen Archivmaterialien, sondern ergänzt diese durch Originaldokumente, Fotos und authentische Arbeitsmittel der Opposition, wie Samisdat und Flugblätter. Deutlich werden soll vor allem der Widerspruch zwischen dem zentralen Resultat der Entwicklung, dem Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes, und den Motiven der Protagonist*innen von 1989.

Die Ausstellung ist Teil der öffentlichen Auseinandersetzung um die Darstellung und Beurteilung der DDR und ihres Endes. Die Vertreter*innen der DDR-Opposition wurden im Vereinigungsprozess politisch marginalisiert; doch lohnt gerade vor dem Hintergrund ihrer anfänglichen Erfolge wie auch ihres Scheiterns eine unaufgeregte Erinnerung an ihre Arbeit. Ziel ist ein ebenso unsentimentales wie vorläufiges Resümee der Ereignisse von 1989.

Die Veranstaltung wird unter der Einhaltung der 2-G-Regelung stattfinden - Einlass nur mit Impfpass oder Genesenenausweis (Grünem Pass).

Veranstaltende: Haus der Demokratie und Menschenrechte

 zurück zur Übersicht