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Veranstaltung

Donnerstag, 25.8.2022 um 19:00 Uhr, Robert-Havemann-Saal

Wolfgang Hilbig: Alte Abdeckerei

Lesung

Veranstaltungsbild
© S. Fischer Verlag

Die Erzählung „Alte Abdeckerei“ ist ein Kunstwerk magischer Sprache. Ihr Protagonist durchstreift eine Landschaft der Schatten. Schatten des Krieges und der im Krieg Verschwundenen. Der Entwurzelung und Identitätssuche. Hilbigs jugendlicher Held erforscht auf ausschweifenden Erkundungsgängen diesen Bereich voller Ruinen, ausgelaugter Äcker und Industrieanlagen, obwohl er immer wieder von den Erwachsenen gewarnt wird: Es sind dort Menschen verschwunden, so erzählt man ihm, über die niemand mehr reden darf, die aber in der Erinnerung nicht auszulöschen sind. Sein Weg führt ihn zu einer Fabrikruine und an den Rand des Malstroms, in dem Leben und Tod unaufhörlich ineinanderfließen. Es liest: Helmut Kuhn (Journalist & Autor). Moderation: Jörg Braunsdorf.

"Jenseits der Kohlenbahnlinie, südöstlich eines halb unbewohnten Dorfes, tief in der verwilderten Senke, direkt an dem verkommenen Zaun begann das Gebiet, welches der Osten war, und man drang nicht ungestraft in diese Gegend vor."

„´Alte Abdeckerei´ ist Weltliteratur. (DLF Kultur)

Veranstaltende: Fischer Verlag, Kurt-Tucholsky-Buchhandlung, Hilbig-Gesellschaft und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte