MEMORIAL Deutschland e.V.
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Kontakt:
Raum:
2304 | 2. Hof (Aufgang A)
Donnerstag von 10.00 bis 15.00 Uhr
Sprechzeiten:
MEMORIAL wurde 1988 als Bürgerrechtsbewegung in der früheren Sowjetunion mit dem Ziel gegründet, die Auswirkungen der Gewaltherrschaft des kommunistischen Systems aufzuarbeiten und der Opfer zu gedenken. Heute umfasst die Gesellschaft ca. 70 nationale und regionale Verbände in acht Ländern mit zahlreichen Mitgliedern und einem zeitgeschichtlichen Archiv mit über drei Millionen Opfernamen. Erster Vorsitzender der Gesellschaft war der Atomphysiker, Dissident und Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow.
MEMORIAL Deutschland e.V. ist den Prinzipien von Toleranz und Gewaltlosigkeit verpflichtet und setzt sich für die historische Aufklärung sowie für die Wahrung der Menschenrechte in Russland und in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion ein.
Im Jahr 1993 wurde in Berlin der Förderverein für MEMORIAL St. Petersburg gegründet, der sich 2001 aufgrund seines erweiterten Aufgabenspektrums in MEMORIAL Deutschland e.V. umbenannte. Neben der humanitären Hilfe für die Überlebenden des sowjetischen Lagersystems (GULag) engagiert sich der Verein für den zivilgesellschaftlichen Austausch mit Osteuropa, die Einhaltung von Menschenrechten und eine kritische Vergangenheitsaufarbeitung, organisiert bilaterale Jugendbegegnungen und beleuchtet die Auswirkungen des Sowjetregimes auf Deutschland. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins arbeiten ausschließlich ehrenamtlich.
MEMORIAL vereinigt Menschen unterschiedlicher politischer Richtungen, religiöser Bekenntnisse und sozialer Schichten. Grundlage der gemeinsamen Arbeit ist die Ablehnung jeder Form von Diskriminierung, Gewalt und Gewaltherrschaft.
Die Gesellschaft entstand als Bürgerrechtsbewegung während der Perestrojka-Zeit in der früheren Sowjetunion mit dem Ziel,die Auswirkungen der Gewaltherrschaft des Stalinismus aufzuarbeiten und der Opfer zu gedenken. Der erste Vorsitzende der Gesellschaft war der Atomphysiker und Dissident Andrej Sacharow.
MEMORIAL Deutschland e.V. widmet sich folgenden Aufgaben und Zielen:
Aktive Menschenrechtsarbeit zur Unterstützung der Zivilgesellschaft in Russland; Monitoring der Situation der Bevölkerung in der Ostukraine; Durchführung öffentlicher Veranstaltungen; fortlaufende Berichte zur Zivilgesellschaft und über politische Entwicklungen in Russland auf der Website; Zusammenarbeit mit anderen MEMORIAL-Organisationen
Wissenschaftlich-historische Aufarbeitung des kommunistischen Herrschaftssystems mit dem Schwerpunkt ehemalige Sowjetunion: Projekte mit MEMORIAL International, u. a. CD-ROM „GULag – Lagersystem in der UdSSR“ mit Webportal (www.gulag.memorial.de) und Videoprojekt „Die letzten Zeugen“ (www.1917-1991.org); MEMORIAL Sammelband „Carola Neher. Gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag.“
Die letzen Zeugen. Video-Interviews mit Opfern und Zeugen der sowjetischen totalitären Epoche
Austauschprojekte deutscher und russischer Schüler und Studenten zu aktuellen Fragen (z. B. Akzeptanz von Minderheiten; deutsch-russisches Jugendprojekt gegen Antiziganismus)
Benefizkonzerte zur humanitären Unterstützung der Überlebenden des sowjetischen Lagersystems (GULag) durch die Sozialstation von MEMORIAL St. Petersburg.
Ausstellungen und Veröffentlichungen zum stalinistischen Terror in Deutschland nach 1945 (z. B. Publikation des Bandes „Die sowjetischen Geheimdienstmitarbeiter in Deutschland“ von Nikita Petrov); Webportal „Von Potsdam nach Workuta“ unter www.von-potsdam-nach-workuta.de

