Krieg, Frieden, Literatur
Sa., 29. März
|Berlin
Samstag, 29.3.2025 um 19:00 Uhr, Robert-Havemann-Saal


Zeit & Ort
29. März 2025, 19:00 – 23:00
Berlin, Haus der Demokratie, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin, Deutschland
Über die Veranstaltung
Einführung, Lesung und Diskussion
Die (selbst)kritische Aufarbeitung von Konflikten und ihren Ursachen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen zur Friedensbildung. Der armenisch-aserbaidschanische Konflikt in und um Berg-Karabach war von schweren Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen begleitet, die auf beiden Seiten in der Regel nur aus der Opferperspektive wahrgenommen wurden. Die Ausblendung der Empathie, der Wahrnehmung des Leids, das jeweils dem „Feind“ zugefügt wurde, führt jedoch im Endergebnis zum Verlust der eigenen Menschlichkeit. Oft war der „Feind“ der unmittelbare Nachbar, der im Verlauf von Kriegshandlungen vertrieben wurde. Insbesondere in Aserbaidschan wurde das Leid der Binnenvertriebenen und Flüchtlinge instrumentalisiert, um Vergeltung und Rache zu schüren.
Der prominente aserbaidschanische Schriftsteller Akram Aylisli hat sich 2006-7 mit seinem „Roman-Requiem“ Steinträume (veröffentlicht Dezember 2012) als erster mit dem verhängnisvollen Hass auf das jeweilige Nachbarvolk literarisch auseinandergesetzt, armenischerseits mit großem zeitlichen Abstand gefolgt von Howik Afjans Roman Rot ist der Krieg (2020).
Mit der Lesung (durch Bea Ehlers Kerbekian)…
