Logo HdDM

Kommende Ausstellung

vom 11.11.2021 bis 30.11.2021 im Foyer Robert-Havemann-Saal
Werktags von 10:00 Uhr bis 17:00, bitte kurz vorher bei der Verwaltung melden

Der kurze Herbst der Utopie 1989

Foto-Ausstellung

kommende Ausstellung

Mit jedem Jahr wird die DDR grauer, ihr Ende unabwendbarer und die Ereignisse von 1989 eindeutiger. Kerzen – Demos – Mauerfall und das war dann auch schon alles? Oder war da noch was? Die 1999 realisierte Ausstellung „Der kurze Herbst der Utopie“ geht von genau dieser Fragestellung aus, wenn sie den utopischen Moment des Herbstes 1989 in den Mittelpunkt stellt.

Denn nachdem vorher jahrzehntelang nichts ging und danach nicht mehr allzu viel, gab es diese Zwischenphase, diesen kurzen Augenblick in dem so vieles möglich schien. Dieser Moment steht im Mittelpunkt der Ausstellung, mit all seinen Besonderheiten. Schwerpunkte der Ausstellung bilden die Geschichte der oppositionellen Gruppen, das Verhältnis zur Ausreise-Bewegung, die Entwicklung der Demonstrationen sowie die Haltungen zur SED und zum Staatsapparat. Wer archiviert, dokumentiert und dominiert das "Wendegedächtnis"?

Gestaltet und konzipiert wurde die Ausstellung von Menschen und Gruppen, die selbst '89 engagiert und streitbar Geschichte (mit-)gemacht haben. Sie basiert daher nicht nur auf allgemein zugänglichen Archivmaterialien, sondern ergänzt diese durch Originaldokumente, Fotos und authentische Arbeitsmittel der Opposition, wie Samisdat und Flugblätter. Deutlich werden soll vor allem der Widerspruch zwischen dem zentralen Resultat der Entwicklung, dem Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes, und den Motiven der Protagonist*innen von 1989.

Die Ausstellung ist Teil der öffentlichen Auseinandersetzung um die Darstellung und Beurteilung der DDR und ihres Endes. Die Vertreter*innen der DDR-Opposition wurden im Vereinigungsprozess politisch marginalisiert; doch lohnt gerade vor dem Hintergrund ihrer anfänglichen Erfolge wie auch ihres Scheiterns eine unaufgeregte Erinnerung an ihre Arbeit. Ziel ist ein ebenso unsentimentales wie vorläufiges Resümee der Ereignisse von 1989.

Veranstaltende: Haus der Demokratie und Menschenrechte

Letzte Ausstellung

vom 2.8.2021 bis 27.8.2021 im Foyer Robert-Havemann-Saal

Genozid an Rom:nja in Belarus 1941-1944

Ausstellung und Infoveranstaltung

aktuelle Ausstellung   mehr Infos ▶  
vom 2.8.2021 bis 27.8.2021 im Foyer Robert-Havemann-Saal

Genozid an Rom:nja in Belarus 1941-1944

Ausstellung und Infoveranstaltung

aktuelle Ausstellung
© Frank Brendle
In einem gemeinsamen belarussisch-deutschen Projekt haben wir im Jahr 2019 mit Dutzenden von Rom:nja in Belarus gesprochen, die uns über ihre Erfahrungen während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg berichtet haben. Unsere Ausstellung spiegelt die Erinnerung der Zeitzeug:innen und gibt einen Überblick über die Geschichte und aktuelle Erinnerungspolitik. Thematisiert werden auch Überlebensstrategien und der vielfältige Widerstand, den Rom:nja gegen Besetzung und Völkermord geleistet haben.

Die Projektpartner – das Bildungswerk für Friedensarbeit der DFG-VK, die Belarussische Roma-Diaspora und die Geschichtswerkstatt Leonid Lewin (Minsk) wollen damit einen Beitrag zur Erinnerung an einen Genozid leisten, der im Bewusstsein der Mehrheitsgesellschaften beider Länder fast nicht präsent ist.

Gefördert von: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Auswärtiges Amt, Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte.

Im obigen Foto: Denkmal für die ermordeten Roma des Zwangsarbeiterlagers Kolditschewo, Bezirk Baranowitschi. Es wurde 2008 errichtet und ist eines von nur drei Denkmälern in Belarus, die ausdrücklich Roma als Opfergruppe benennen.

Web: www.genocideagainstroma.org

Veranstaltende: Bildungswerk für Friedensarbeit der DFG-VK

 zurück zur Übersicht