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Hier finden Sie unsere aktuellen Veranstaltungen. Soweit nicht anders gekennzeichnet, ist der Eintritt frei. (Uns ist allerdings noch nie zu Ohren gekommen, dass Spenden abgelehnt worden wären...)


Montag, 20. 04. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

GrassrootsAkademie - Die Hochschulen zwischen Wirtschaft, Erkenntnisproduktion und Demokratie

Auftaktveranstaltung der Diskussionsreihe Kritik der akademischen Vernunft

Konformistisch, neoliberal, unpolitisch: Willkommen an der Universität der Gegenwart. Hier wird man kaum zum quirligen Denker und Dichter, sondern zur disziplinierten Arbeitnehmerin ausgebildet. Was früher noch als radikale Dystopie galt, wird heute in den Medien immer breiter als schnell eintretende Realität diskutiert. Stiftungen und staatliche Institutionen erfassen eine Vielfalt struktureller Diskriminierungen an Hochschulen, Lehrende beklagen sich immer stärker über die fehlende Streitkultur an Universitäten und bilden zunehmend Netzwerke gegen ihre eigene Prekarisierung. Es brodelt im akademischen Betrieb. Aus diesem Grunde ist es höchste Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme der akademischen Landschaft, besonders in ihrer Schnittstellenlage zwischen globaler Wirtschaft, interessengeleiteter Wissensproduktion und der häufig herbeigeschworenen Funktion als Ausbildungsstätte der Demokratie. Die außerakademische Bildungsorganisation GrassrootsAkademie lädt dafür einen langjährigen Beobachter der Hochschulen in Deutschland vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein.

Vortrag von und Diskussion mit Torsten Bultmann (Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler). Moderation: Johnny Van Hove (GrassrootsAkademie). Kostenlos.

Veranstalter: GrassrootsAkademie


Freitag, 24. 04. um 19:00 | 1102

Armin T. Wegner (1886-1978)
Pazifist, Anarchist, Zeuge des Genozids an den Armeniern

Buchvorstellung und Diskussion

Im Ersten Weltkrieg kam Wegner als Sanitätsoffizier nach Ost-Anatolien, wo er 1916 Augenzeuge des Völkermords an den Armeniern wurde. Das Geschehen hat er fotografisch und literarisch festgehalten und versuchte damit, das Bewußtsein der Öffentlichkeit wachzurütteln. Sein Eintreten gegen jede Art politischer Gewaltherrschaft brachte ihn später in Gegensatz sowohl zur Sowjetunion als auch zu Nazi-Deutschland. Im Vortrag wird Wegners Armenien-Augenzeugenbericht und sein politischer Lebensweg dargestellt.

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie


Mittwoch, 29. 04. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Theater für den Frieden – Theaterarbeit in Tumaco / Kolumbien

Theater ist in Tumaco eine der wenigen Möglichkeiten, um die alltägliche, aber vielfach tabuisierte Gewalt an der kolumbianischen Pazifikküste zu thematisieren, Menschenrechtsverletzungen sichtbar zu machen und die Erinnerung an die Opfer des bewaffneten Konflikts wach zu halten. Das “Theater für den Frieden” ist eine seit mittlerweile sechs Jahren bestehende Initiative, deren Theaterproduktionen von der Gewalt des kolumbianischen Krieges und dem zivilgesellschaftlichen Einsatz für die Verwirklichung der Menschenrechte erzählen.

Seit mehr als zwei Jahren verhandeln die kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla in Havanna (Kuba) über ein Friedensabkommen. Doch während auf Kuba allgemeine und übergeordnete Themen behandelt werden, muss der Frieden vor Ort in den Regionen konkret von den Menschen umgesetzt werden. Tumacos "Theater für den Frieden" ist ein Beispiel für künstlerische und überaus mutige Friedensarbeit von unten, in einer Region, die seit Jahrzehnten von der brutalen Alltäglichkeit des bewaffneten Konflikts geprägt ist.

Anhand von Filmmaterial werden Norma Rivera und Mary Cruz Cruel von ihrer Arbeit berichten. Mary Cruz Cruel Ordoñez ist Schauspielerin und Koordinatorin der Initiative „Theater für den Frieden“ in der Diözese Tumaco (Nariño, Südwestkolumbien). Norma Rivera ist Theaterpädagogin und hat seit sechs Jahren als Friedensfachkraft für die AGEH das Projekt „Theater für den Frieden“ in Tumaco begleitet.

Moderation: Till Baumann, Theatermacher



"Theater für den Frieden" in Tumaco ist eine Initiative, die seit sechs Jahren Theater als Methode für pädagogische Arbeit nutzt. Es ist eine der wenigen Möglichkeiten, um die im Alltag präsente, aber vielfach tabuisierte Gewalt an der kolumbianischen Pazifikküste zu thematisieren und sichtbar zu machen.

Veranstalter: Kolko e.V. - Menschenrechte für Kolumbien; Teatro por la paz (Diözese Tumaco, unterstützt durch die AGEH)


Donnerstag, 30. 04. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Griechenland unter Druck - Und was Deutschland Griechenland schuldet

Reihe: Menschenrechte Aktuell Brot und Käse, Wasser und Wein stehen bereit.

Vesper: Ist einem Mitgliedsland der Europäischen Union eine eigene, soziale
Wirtschafts- und Finanzpolitik erlaubt? Oder dürfen Wolfgang Schäuble
und die anderen Finanzminister der EU entscheiden, welche
Sozialleistungen und welches Nationaleigentum die Griechen hergeben
müssen, um die von zumeist deutschen Banken geforderten Zinszahlungen
pünktlich leisten zu können?

Nach neuen Berechnungen, die an diesem Abend vorgestellt werden,
schuldet Deutschland dem griechischen Volk 92 Milliarden Euro. Die
Bundesregierung wünscht, daß davon nicht mehr gesprochen werden soll.
Aber mit welchem Recht glaubt dann die Bundesregierung von griechischen
Schulden sprechen zu dürfen?

Zur Einleitung spricht Rolf Becker, Moderation: Eckart Spoo

Veranstalter: Ossietzky (Redaktion) Zweiwochenschrift für Politik/Kultur/Wirtschaft; Internationale Liga für Menschenrechte e.V.; Stiftung und Verein Haus der Demokratie und Menschenrechte


Dienstag, 05. 05. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal

Was macht Lebensqualität in Deutschland aus? Was bedeutet es, gut zu leben?

Workshop

Die Bundesregierung hat einen deutschlandweit stattfindenden
Bürger/innendialog initiiert, an dem sich der Lesben- und Schwulenverband LSVD) mit Unterstützung durch das Forum Menschenrechte beteiligt. Wir möchten den beiden gestellten Fragen ganz allgemein nachgehen, gleichzeitig aber einen besonderen Fokus auf die Wünsche und Erwartungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Menschen legen.

Da die Anmeldungen auf 50 Personen begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung bis zum 30. April unter:

presse@lsvd.de

Die Ergebnisse der Bürger/innendialoge werden mit Unterstützung unabhängiger Wissenschaftler/innen ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse münden in einen Bericht, der über Stand und Entwicklung der Lebensqualität in Deutschland Auskunft gibt. Auf Basis der Ergebnisse werden Maßstäbe für Lebensqualität in all ihren Facetten identifiziert. Die Bundesregierung will sich künftig noch konkreter an dem orientieren, was Menschen in Deutschland wichtig ist. Mit einem Aktionsplan wird die Bundesregierung konkrete Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Lebensqualität ergreifen.

Veranstalter: LSVD-Bundesverband mit Unterstützung durch das Forum Menschenrechte


Mittwoch, 06. 05. um 17:00 | Robert-Havemann-Saal

"Das Kapital" – im 21. Jahrhundert und in 60 Minuten

BER-Netzwerktreffen

Thomas Pikettys "Das Kapital im 21. Jahrhundert" (2014) ist das meistdiskutierte ökonomische Werk der letzten Jahre. Die Verteilung von Vermögen und Einkommen im Globalen Norden – und weltweit – könnte im 21. Jahrhundert wieder so ungleich werden wie um 1900, die unkontrollierte Zunahme der Ungleichheit bedrohe die Demokratie, so Pikettys zentrale Thesen.
Auch wenn der Medienhype inzwischen abgeflaut ist, sind seine empirischen Erkenntnisse und die Thesen, die er aus ihnen ableitet, hochaktuell – und politisch brisant. Christoph Ernst vom EPIZ fasst die Kernpunkte des Buches zusammen, gibt einen Überblick über die Reaktionen in Medien und Wissenschaft und diskutiert mögliche Anknüpfungspunkte für die Kampagnen- und Bildungsarbeit entwicklungspolitischer Organisationen in Deutschland.

Veranstalter: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)


Dienstag, 19. 05. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Der 8. Mai 1945 – Zwischen Befreiung und neuer Weltordnung der Blöcke. Eine Veranstaltung gegen alte und neue Mythen (1. Teil)

Am 8. Mai 2015 jährt sich der Sieg der Alliierten über den deutschen Aggressor, über das faschistische Deutschland zum siebzigsten Mal. Ein bestialisches Regime wurde vernichtet und ein Krieg mit 60 Millionen Toten beendet. Mit dem 8. Mai 1945 sind neben der Freude über die Befreiung vom Faschismus und über das Kriegsende unter Befreiten wie Befreienden jedoch zugleich die unterschiedlichsten, auch gegensätzliche, historische Erfahrungen, Sichtweisen und Gefühle verbunden. Denn „der Tag der Befreiung“ wurde zugleich zum Auftakt der Errichtung einer neuen Weltordnung imperialistischer Blöcke – und damit der Teilung Europas unter das Regime von Jalta. Westliche Siegermächte setzten alles daran, alte Einflussgebiete auch mit Bürgerkriegen zu erhalten und versuchten, ihre Kolonialreiche wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Für die Länder, die der sowjetischen Hoheit zu fielen, war es der Auftakt zu einer neuen Diktatur, die mit brutalen Mitteln durchgesetzt wurde. Viele, die für die Befreiung vom Faschismus gekämpft hatten, sahen sich in Ost wie in West bald um ihre Hoffnungen betrogen oder gar selbst wieder neuer Verfolgung ausgesetzt. Faschistische Diktatur und Krieg, Leid, Befreiung, Aufbruch und Durchsetzung einer neuen Diktatur stehen gleichermaßen für den 8. Mai 1945.

Peter Brandt (Historiker) Bernd Gehrke (AK Geschichte) Renate Hürtgen (AK Geschichte, Moderation)

Veranstalter: Eine Veranstaltung des AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte. Die Veranstaltung wird finanziert aus Mitteln der Berliner Lotto-Stiftung


Freitag, 22. 05. um 19:00 | 1102

Stadtluft macht frei!?

Kleine Geschichte des Berliner Häuserkampfs

haeuserkampfPer Film und Buchvorstellung werden im Rahmen der Veranstaltung die Motive und politischen Ziele der BesetzerInnen dargestellt. Einen Schwerpunkt bilden die dabei entwickelten emanzipatorischen Lebensformen (Filmvorführung und Buchvorstellung mit Diskussion).

amantine: "Die Häuser denen, die drin wohnen!" Kleine Geschichte der Häuserkämpfe in Deutschland. Unrast Verlag, Münster 2012

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie


Dienstag, 26. 05. um 19:30 | Robert-Havemann-Saal

Vom Bergbau zum Autoblech Widerstandsstrategien gegen das Entwicklungsmodell Carajás: In Amazonien - und auch entlang der Lieferkette?

Reihe Farben des Goldes - Graues Gold Eisenerz

Bergbau1Über 50 Prozent des Eisenerzes, das die deutsche Industrie importiert, kommt aus Brasilien. Lieferant ist der transnationale Bergbaukonzern Vale S.A., dessen derzeit größtes Investitionsprojekt ein drastischer Ausbau der Bergbauminen von Carajás im Amazonasgebiet ist. Das Fördervolumen soll dort bis 2018 auf 230 Millionen Tonnen jährlich mehr als verdoppelt werden – neue Minen werden derzeit im Nationalpark Carajás erschlossen sowie neue Eisenbahnlinien und -trassen gebaut.
Seit nun schon 30 Jahren prägt Carajás als umfangreiches Entwicklungsmodell die Region auf irreversible Weise. Für den Bergbau entstanden Staudämme, für die Eisen- und Stahlverhüttung Holzkohlemeiler und Eukalyptusmonokulturen. All dies ging mit einer schnellen Entwaldung sowie der Expansion von Viehindustrie und agroindustrieller Landwirtschaft einher.
Seit ebenso vielen Jahren ist Carajás aber auch ein Ort des Widerstandes. Indigene und Quilombola-Bewegungen sowie die Landlosenbewegung kämpfen gegen die Konzentration des Landbesitzes und Umweltzerstörung sowie für den Erhalt kollektiver Landwirtschaft. Gewerkschaften und Menschenrechtsbewegungen klagen entwürdigende Arbeitsbedingungen an. Städtische Bewegungen setzen sich für ein besseres Leben in den schnell gewachsenen urbanen Zentren ein.
Die Menschenrechtsorganisation Justiça nos Trilhos unterstützt, begleitet, dokumentiert und vernetzt diverse Bewegungen der Region in ihren Kämpfen gegen die Vale und deren Sub- und Zulieferunternehmen. Lokal setzen sie sich unter anderem für die Rechte der BewohnerInnen des Stadtteils Piquiá die Baixo in Açailândia ein, die sich gegen die extreme Luftverschmutzung durch die Eisenhütten wehren. 2014 koordinierte Justiça nos Trilhos das internationale Seminar Carajás 30 anos in São Luis mit mehreren hundert TeilnehmerInnen. Das Seminar ermöglichte einen Austausch zwischen den heterogenen lokalen Konflikten der Region, brachte aber auch aus verschiedenen Ländern Organisationen zusammen, die sich mit Bergbauprojekten der Vale auseinandersetzen.
Im Rahmen der Veranstaltung wird Dario Bossi von Justiça nos Trilhos einen Einblick in den Stand der Erschließung Carajás und in Widerstandsbewegungen der Region bieten. Darauf aufbauend wollen wir diskutieren, wie wir diese Rohstoffkonflikte hier sichtbar machen oder gar vorantreiben können – zugunsten von Menschenrechten, in konkreter Solidarität mit den Betroffenen, aber auch im Sinne einer Kritik am zugrundeliegenden Entwicklungs- und Wachstumsmodell.
Wir freuen uns deswegen auf Kommentare von Christian Russau vom FDCL, der seit vielen Jahren deutsche Unternehmen kritisch beobachtet, die in Brasilien in der Stahl- und Energieindustrie aktiv sind, und von Miriam Saage-Maaß, die für das ECCHR rechtliche Strategien auslotet, wie deutsche Unternehmen in ihren transnationalen Aktivitäten entlang der Lieferkette zur Verantwortung gezogen werden können. Michael Reckordt wird das Netzwerk AK-Rohstoffe vorstellen.

Mit: Dario Bossi, Justiça nos Trilhos, Açailândia/Maranhão/Brasilien; Miriam Saage-Maaß, ECCHR; Christian Russau, FDCL; Michael Reckordt, AK Rohstoffe

Moderation: Lisa Carstensen und Susanne Schultz

Konsekutive Übersetzung aus dem Brasilianischen

Rechte am Bild: Marcelo Cruz

Veranstalter: Gemeinschaftsveranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung mit dem FDCL (Forschungs- und Dokumentationsstelle Chile/Lateinamerika e.V.), dem ECCHR (European Center for Constitutional and Human Rights) und PowerShift e.V.


 

 

Veranstaltungen

Mo, 20. 04. um 19:00

GrassrootsAkademie - Die Hochschulen zwischen Wirtschaft, Erkenntnisproduktion und Demokratie

Auftaktveranstaltung der Diskussionsreihe Kritik der akademischen Vernunft

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Fr, 24. 04. um 19:00

Armin T. Wegner (1886-1978)
Pazifist, Anarchist, Zeuge des Genozids an den Armeniern

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Mi, 29. 04. um 19:00

Theater für den Frieden – Theaterarbeit in Tumaco / Kolumbien

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