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Hier finden Sie unsere aktuellen Veranstaltungen. Soweit nicht anders gekennzeichnet, ist der Eintritt frei. (Uns ist allerdings noch nie zu Ohren gekommen, dass Spenden abgelehnt worden wären...)


Sonntag, 14. 02. um 13:00 | Robert-Havemann-Saal

2. Ratschlag für ein Bündnis sozialer Bewegungen

Wir wollen was bewegen!

Diskussion in verschiedenen Formaten

Auf Einladung der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte haben sich am 16. Januar mehr als 100 Menschen aus 35 sozialen Gruppen, Initiativen sowie Einzelpersonen im Haus der Demokratie und Menschenrechte getroffen, um über gemeinsame Projekte, Aktionen und über Vernetzungen zu beraten. Wir haben uns kennengelernt und einige Aktivitäten beschlossen, die wir gemeinsam in der nächsten Zeit angehen wollen. Auf dem Folgetreffen wollen wir erste praktische Schritte in dieser Richtung beraten. Es wird zunächst das Projekt "Berlin für alle?" (Arbeitstitel) zur Diskussion gestellt. Wir laden alle Gruppen und Initiativen, auch die, die nicht am ersten Treffen teilnehmen konnten, wie MigrantInnen und Flüchtlingsinis, ein, sich in diese praktische Arbeit einzubringen.

Invitation … … to all of you, who are active in Berlin groups and networks for equal rights and access to adequate – no: good! housing, jobs, education, political participation, food, information, water, parks , urban gardens …

We need change – let’s do it!
On 16 January 2016 more than 100 (old and new) Berliners met in Haus der Demokratie und Menschenrechte. The foundation Haus der Demokratie und Menscherechte had invited Berlin initiatives and social movements for a conference. We brainstormed and discussed about what we in Berlin should and could do, facing the ever more menacing wave of rightwing, even racist mobilizations and activities in Berlin/Brandenburg and elsewhere. We got to know each other better during the meeting and developed some promising ideas, but we also stated that we need a broader and more representative network of Berlin social movements and struggles against racism, exclusion and for equality.

On 14 February 2016 1pm there will be a 2nd meeting for further networking and strategizing: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin, Havemannsaal.

On this 2nd meeting we will find out, what we can achieve together and plan 1st steps of joint projects and perspectives. Berlin für alle? – Berlin for all its inhabitants! (wokking title) will be the motto of the day, and all groups and initiatives can contribute with their specific topics, struggles, and activities. You are very welcome to join in, even if you could not participate in January. Our special invitation goes to migrants, refugees and their initiatives and networks.
Together we are strong!


Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte


Bitte den Ergebnisbericht des 1. Ratschlags unter der Rubrik "Aktuelles" beachten. Rückmeldungen sind ausdrücklich erwünscht!

Einladung zum Programmteil Projekt "Berlin für alle"



Berlin für Alle - Eine Einladung

Es ist Zeit für eine soziale und antirassistische Offensive in Berlin! Eine kaputtgesparte städtische Infrastruktur und fast 80.000 Menschen, die in Berlin in 2015 neu angekommen sind, stellen die soziale Frage in einer neuen Dringlichkeit. Wir wollen diese Situation nicht den Rechten überlassen, weder der extremen Rechten, noch den Marktradikalen und ihrem Spar- und Kürzungswahn. Ihr Ziel ist es, die Alteingesessenen gegen die Neuangekommenen und die Unter- gegen die Mittelschicht auszuspielen. Nur eine neue soziale Allianz kann das verhindern. Wir brauchen einen Zusammenschluss der sozialen und politischen Kräfte, der die Konflikte der Stadt benennt und offensiv führt: Wohnungsnot, Rassismus, Angriffe gegen Geflüchtete, Zwangsräumungen, unhaltbare Zustände beim Lageso, teure Prestigeprojekte, usw. Einen Zusammenhang, der solidarische Praxen weiterentwickelt, der in der Lage ist, ein breites Angebot zur politischen und aktivistischen Partizipation zu machen und der bestehende Initiativen sichtbarer macht, ohne sie zu vereinnahmen.

Gegen die Zersplitterung – Für eine neue soziale Allianz
Wie kaum eine andere Metropole ist Berlin immer noch geprägt von Orten der Solidarität, von einer Vielzahl politischer und sozialer Initiativen und vom Eigenleben der Kieze. Die zahllosen Initiativen für Geflüchtete, die Kämpfe für das Recht auf Stadt, die Volksentscheide und Bürgerbegehren sind Ausdruck eines anderen Berlins - eines Berlin von unten. Demgegenüber steht aber auch ein Gefühl wachsender Ohnmacht: Die Herrschenden fahren mit ihrer Politik der Schwarzen Null unbeirrt fort, sparen die städtische Infrastruktur kaputt und lassen gleichzeitig Milliarden im Berliner Baufilz versickern. Dem Alltag prekärer Jobs, steigender Mieten, gekürzter Sozialleistungen und ausgrenzender Politik sind viele hilflos ausgeliefert. Zudem sind vor allem in den Außenbezirken rassistische Mobilisierungen und Übergriffe geradezu Alltag geworden, ohne dass es nennenswerte Gegenwehr gäbe. Sowohl Antisemitismus als auch antimuslimischer Rassismus nehmen zu, während unterschiedliche religiöse Minderheiten und unterschiedliche migrantische Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Auch die vielen politischen Initiativen, die eine wichtige Arbeit machen, finden in ihrer Zersplitterung nicht zu einer gemeinsamen Kraft zusammen, die sich dem entgegenstellen kann.

Der Ausgangspunkt und der gemeinsame Schritt
Wir müssen für eine solidarische Antwort auf die neuen und die noch kommenden Verteilungskämpfe streiten und dabei mit einem eindeutigen Bekenntnis beginnen: Berlin ist für alle da! Alle, die hier sind, sind von hier. Alle die herkommen wollen, sollen herkommen können. Wir machen keine Unterschiede zwischen all denjenigen, die nach einem guten Leben in Solidarität streben. Aber das alleine reicht nicht aus. Umverteilung muss von oben nach unten geschehen.

Wir stellen uns eine Kampagne vor, die
- viele Möglichkeiten zum Mitmachen für möglichst viele Menschen bietet
- aktionsorientiert ist und die Kreativität mit einer gesunden Portion Konfliktbereitschaft verbindet - Stichwort Ziviler Ungehorsam
- aus einer außerparlamentarischen Perspektive in den Wahlkampf für das Abgeordnetenhaus eingreift

Wir möchten alle Interessierten und Aktiven zu einem Treffen einladen! Egal ob jung oder alt, neu oder erfahren, frisch in Berlin angekommen oder schon länger hier, bereits in Initiativen, Vereinen oder Organisationen aktiv oder als Einzelperson. Wir werden auf dem Treffen beraten, wie wir eine größere Sichtbarkeit und Verbindung der bereits vorhandenen Kämpfe schaffen, wie wir gemeinsam notwendige Auseinandersetzungen und Kämpfe führen können, die bislang noch nicht oder nicht in ausreichendem Maße geführt werden und wie wir bei all unserer Unterschiedlichkeit eine starke, gemeinsame Stimme für ein Berlin von unten finden. Unser Ziel ist es, „Berlin für Alle“ zu einer sozialen Allianz zu machen, die die öffentliche Auseinandersetzung in der Stadt verändert.

Sonntag 14.02. | 13 Uhr | Haus der Demokratie und Menschenrechte | Greifswalder Str. 4 | Berlin

http://berlinfueralle.org
http://facebook.com/BerlinFuerAlle
kontakt@berlinfueralle.org

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Berlin For All – An Invitation

It's time to launch a social and antiracist offensive in Berlin! The social question is adressed in a new and more pressing way, as social infrastructure is continualy cut down and almost 80.000 Persons newly arrived in Berlin in 2015. In this situation we don't want to leave the field to the right, be it the extreme right with their xenophobic hatred or the market-fundamentalists with their urge to economize and cut-down everything. They will try to play off the already established against the newly-arrived, the lower against the middle classes. This is why we need a new social alliance in Berlin: A joining together of all social and political forces which straightforwardly names the conflicts in the city and adresses them progressivly: housing crisis, racism, attacks against refugees, forced evictions, the terrible conditions at the Lageso, etc. An alliance which is able to develop solidary practices and offers broad political and activist participation, which raises the visibility of already existing initatives without coopting them.

Against the fragmentatiton – for a social alliance
Like almost no other metropolis, Berlin is still shaped by places of solidarity, by a multitude of social and political initatives and the independet existence of it's neighbourhoods. The countless initatives for refugees, the struggles for a right to the city, the referendums and plesbicites, all are expressions of an Berlin from below. This is often contrasted by a feeling of growing powerlessness: The ruling classes unwaveringly continue their politics of austerity, their ruinous cutting of the city's infrastructure while at the same time Billions are trickling away into the corruption of „Berliner-Filz“. The everyday struggles with precarious jobs, rising rents, cut-back welfare benefits and discriminatory practices form a whole which continuosly threatens many of us. As important as the work of the many political initatives is, they are often fragmented and can't form into a common, abled to confront the ongoing attacks.

Starting point and collective movement
We, in this situation, have to find an solidary answer to new and upcoming distrubutional conflicts. We should start of with a clear statement: Berlin is for everyone! Everyone who is and wants to be here. Everyone who's here, belongs here. Everyone who wants to come, should have the possibility. We don't differentiate between those longing for a good life in solidarity.

But only the statement is not enough. We'll have to take another step. A step further, turning the distributional conflicts between lower and middle classes, between newly-arrived and already established into a question of distribution between above and below. The city is for everyone.

We are thinking of a campaign, that
-offers a variety of possibilities to participate.
-raises our agency and combines creativity with a dose of conflict – keyword civil disobedience.
-intervenes into the electoral campaign from a non-parliamentary perspective

Therefore we want to invite everyone interrested and active to a first meeting. No matter if young or old, if new or already experienced. No matter if newly-arrived or in Berlin for quite some time, if already organized or as an individual. In the meeting we will develop and discuss Ideas. We will confer about how to raise visibility of and connections between the already existing struggles and how to approach struggles necessary but not yet exisiting. Finaly, with all our diversity we want to raise a collective, a strong voice reclaiming a different Berlin. Our Berlin in a word: “Berlin for all“ should be a social alliance changing the public debates and struggles in the city.

Sunday February 14th | 1 pm | Haus der Demokratie und Menschenrechte | Greifswalder Str. 4 | Berlin

http://berlinfueralle.org
http://facebook.com/BerlinFuerAlle
kontakt@berlinfueralle.org

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Berlin pour tous – une invitation

Le moment d'une offensive sociale et antirassiste à Berlin est venu ! La question sociale se pose d'une nouvelle façon, avec urgence face à une infrastructure urbaine cassée par l'austérité et en vue de presque 80.000 personnes arrivées récemment. Cette situation, nous ne voulons pas la laisser à la droite ni à l’extrême droite avec leur misanthropie, ni aux radicaux du marché et leur fanatisme d'austérité. Ils essaient tous de jouer le jeu des habitants établis contre ceux qui sont nouvellement arrivés, de la classe défavorisée contre la classe moyenne. C'est la raison pour laquelle nous revendiquons une nouvelle alliance socio-politique à Berlin : crise du logement, racisme, attaques contre des réfugiés, des expulsions, l'état déplorable au Lageso, objets de prestige chers etc. Une forte coalition des forces politiques et sociales, qui indique les conflits de la ville, qui les gère avec rigueur, qui développe des pratiques solidaires et qui est capable de proposer une offre large pour une participation politique et activiste, rendant les initiatives déjà actives plus visibles sans les récupérer.

Contre la fragmentation – pour une alliance sociale commune
Berlin est, comme très peu de métropoles, actuellement encore marqué par des lieux de solidarité, par une multitude d'initiatives politiques et sociales et par l'existence propre des quartiers. Les initiatives de solidarité avec les réfugiés innombrables, les luttes pour le droit à la ville, les référendums et les initiatives populaires sont l'expression d'un autre Berlin, d'un Berlin d'en bas. En revanche, il y a un sentiment d'impuissance croissante : Les dirigeants continuent leur politique d'un budget équilibré sans irritation, ils détruisent l'infrastructure urbaine par l'austérité ; en même temps, des milliards d’Euro disparaissent dans la magouille berlinois. Le quotidien des boulots précaires, les loyers croissants, les prestations sociales et les politiques exclusives forment un grand ensemble ; et beaucoup de personnes se sentent d’en être en proie. En outre la mobilisation raciste et des actes de violence se sont établis dans la vie quotidienne dans les quartiers extérieurs sans résistance considérable. Non seulement l'antisémitisme mais aussi l'islamophobie augmente alors que des minorités religieux divers et des groupes d'immigrés sont mis en concurrence. Aussi le grand nombre des initiatives politiques qui font un travail important, reste isolé, sans point commun pour s'y opposer.

Le point de départ et le premier pas commun
Nous devons nous battre pour une réponse solidaire aux nouvelles luttes de la répartition, et à celles à venir. Tout d'abord il faut une adhésion : Berlin est là pour tout le monde, pour ceux qui sont ici et pour ceux qui veulent venir ici. Nous ne faisons pas de différence entre tous ceux qui souhaitent vivre une bonne vie. Tous ceux qui sont ici, sont d'ici. Tous ceux qui veulent venir ici, ont le droit de venir.
Mais cela ne suffit pas. Il faut faire un pas en avant et transformer les luttes pour la répartition à l'intérieur de la classe défavorisée et la classe moyenne, entre les habitants établis contre ceux qui sont nouvellement arrivés, les transformer en conflit de répartition entre le haut et le bas. La ville est là pour tout le monde.

Nous nous imaginons une campagne qui
- peut faire une offre de participation large et inclusive.
- qui est caractérisée par un haut degré d'orientation à l’action.
Mots-clés : désobéissance civile / sociale.
- qui est capable d'intervenir dans les élections du parlement berlinois et dans la campagne électorale sans être ni un appel primitif contre le vote ni un appendice d'un parti.
Bref : « Berlin für alle » doit être une alliance sociale qui change l'affrontement public dans la ville. Dans le temps à venir, personne ne devra ignorer « Berlin für Alle ».

Donc, nous invitons tous ceux qui sont intéressés et actifs, pour une rencontre !
N'importe si jeune ou vieux, débutant ou expérimenté, juste arrivé à Berlin ou ici pour plus longtemps, déjà militant dans les initiatives, associations, organisations ou militant individuel. Nous développerons et discuterons les idées. On va délibérer les questions suivantes : comment créer une plus grande visibilité et une forte liaison entre les luttes actuelles, comment gérer collectivement les affrontements et les luttes nécessaires et pas encore menées suffisamment, et comment nous trouverons – tout en respectant nos différences – une voix commune, une voix forte pour un autre Berlin, pour notre Berlin.

Dimanche, 14/02/16 | 13 heure | Haus der Demokratie und Menschenrechte | Greifswalder Str. 4 | 10435 Berlin

http://berlinfueralle.org
http://facebook.com/BerlinFuerAlle
kontakt@berlinfueralle.org

Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Montag, 15. 02. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Die Schuld(en) der Griechen

Thanos Contargyris, Mitglied der griechischen Wahrheitskommission und von Attac Hellas spricht über die Ursachen der Staatsverschuldung und Wege aus der Krise

Mit der Einsetzung der „Wahrheitskommission für die Staatsverschuldung“ kam das griechische Parlament bzw. die Regierungskoalition aus Syriza und ANEL)2015 einer Verpflichtung der EU nach, eine umfassende Prüfung der öffentlichen Finanzen durchzuführen und die Bilanz der Bevölkerung vorzulegen.
Diese international besetzte Kommission präsentierte im Juni 2015 ihren ersten Bericht, der mittlerweile auch in deutscher Sprache vorliegt.
Darin werden die komplexen Ursachen der Verschuldung Griechenlands vor dem Eingreifen der Troika 2010 benannt – in erster Linie die extrem hohen Zinszahlungen an die internationalen Gläubiger, übermäßige Militärausgaben, sinkende Steuereinnahmen durch illegale Kapitalflucht und die Rekapitalisierung der Privatbanken durch den Staat.
Die Arbeit der Wahrheitskommission zeigt außerdem auf, dass die sogenannten Rettungsprogramme mit ihren Umstrukturierungen der von vielen Ökonomen als nicht tragfähig eingeschätzten griechischen Schulden, ein "gigantischer Rettungsschirm für die privaten Gläubiger" sind. Eine Einschätzung, die auch in Veröffentlichungen des IWF oder des Haushaltsausschusses des Europa-Parlaments geteilt wird.
Die Verlierer der diversen Umschuldungsprogramme sind öffentliche Einrichtungen Krankenhäuser, Schulen)und Institutionen (Rentenversicherung), sowie große Teile der griechischen Bevölkerung (massive Renten- und Gehaltskürzungen, Massenentlassungen, Abbau der Arbeitnehmerrechte).
Die Folge ist eine bis heute andauernde schwere Rezession der griechischen Wirtschaft, die – betrachtet man die unzähligen Einzelschicksale - nur als humanitäre Katastrophe bezeichnet werden kann. Ein Ende dieser Entwicklung ist bei weiterer Umsetzung der Troika-Auflagen nicht abzusehen.

Die Wahrheitskommission zieht ihre Schlussfolgerungen und macht eigene Vorschläge zum Umgang mit der Krise. Unter anderem fordert sie einen Schuldenerlass. Wie geht die griechische Regierung mit den Erkenntnissen und Vorschlägen der Wahrheitskommission um? Welche Möglichkeiten hat sie, diese umzusetzen? Wie können die Erkenntnisse von der europaweiten Bewegung gegen Austeritätspolitik genutzt werden?

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin

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Mittwoch, 17. 02. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Filmvorführung "Leaving Fear Behind" und Diskussion mit Golog Jigme

Golog Jigme ist ein buddhistischer Mönch und Menschenrechtsaktivist, der in Tibet inhaftiert und gefoltert worden ist, weil er 2008 zusammen mit Dhondup Wangchen den Dokumentarfilm “Leaving Fear Behind” gedreht hatte. Kurz nach seiner Entlassung wurde er 2009 erneut ohne Anklage festgenommen und weitere Monate festgehalten. Nach einer weiteren Festnahme im Jahre 2012 gelang Golog Jigme die Flucht aus einer chinesischen Haftanstalt, woraufhin er sich 20 Monate in Tibet versteckt halten musste, bis er schließlich 2014 nach Indien gelangen konnte.
Golog Jigme wurde von „Reporter ohne Grenzen” am Welttag für die Pressefreiheit in die Liste der „100 Information Heroes” aufgenommen.
Die bekannte tibetische Bloggerin und Autorin Tsering Woeser über Golog Jigme: „Tatsächlich würde er sich immer Sorgen über die Sicherheit seiner Freunde machen, er würde nie viel über seine eigenen Leiden reden. Er hat eine optimistische Persönlichkeit, seine Stimme ist heiter und klar, immer ist ein Lachen auf seinem runden Gesicht. Ihn zu treffen sagt eigentlich nichts darüber, wer er wirklich ist, es ist unmöglich sich vorzustellen, dass dieser mutige Mensch gefoltert wurde und fast gestorben ist.“
Die Tibet Initiative Deutschland e.V. und die International Campaign for Tibet laden herzlich zu einer Filmvorführung von „Leaving Fear Behind“ und einer Gesprächsrunde mit Golog Jigme ein.

Auf dem Foto: Vorsitzender der Tibet Initiative Deutschland, Wolfgang Grader, mit Golog Jigme bei einem Treffen in Dharamsala. Copyright CIT.

Veranstalter: Tibet Initiative e.V.

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Freitag, 19. 02. um 18:00 | VH1 (Vorderhaus 1. Etage)

Social Media: wie groß ist der Fortschritt für die benachteiligten Gruppen in der Medien-Öffentlichkeit ?

Vorstellung und Diskussion von Thesen

Facebook, Twitter und wie sie alle heißen - "Halböffentlichkeit" oder "soziale Netzwerke": im digitalen Zeitalter ist ihre Bedeutung unübersehbar. Millionen können Kontakte aufnehmen, die früher technisch oder finanziell unmöglich waren. Oft sind die blitzschnell verbreiteten Neuigkeiten lebenswichtig (Geflüchtete!). Die traditionellen Print- und audiovisuellen Medien nehmen an Bedeutung ab. Wie steht es aber mit der redaktioneller Verantwortung (z.B. Gewalt-Aufrufe, Hasspropaganda, Gerüchteküchen), Recherchen und der Nachprüfbarkeit? Vergrößert sich die Distanz zwischen benachteiligten Gruppen (durch Armut, auch durch rassistische/sexistische Diskriminierung) und den Privilegierten in der Medien-Öffentlichkeit - oder haben jetzt alle mehr Chancen ?

Sven Bremer (mit eigener Erfahrung in der Organisation eines sozialen Netzwerks) und Richard Herding vom "Informationsdienst: für kritische Medienpraxis" stellen Thesen zur Diskussion und versuchen, Fragen in der - vermutlich heftigen - Debatte zu beantworten. Darstellungen aus ihrem Seminar "Politische Analyse der Internet-Öffentlichkeit" an der Freien Universität Berlin werden mit eingebracht.

Veranstalter: Informationsdienst: für kritische Medienpraxis, Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

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Freitag, 19. 02. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Wo das Gras am höchsten wächst - mongolischer Abend

Begleitveranstaltung zur Austellung "Metamorphose": ein aktueller Dokumentarfilm aus der Mongolei, mongolische Live-Musik, Schagai-Spiele und mongolische Spezialitäten

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Metamorphose - die Mongolei im Umbruch

Mongoleiausstellung1. DOKUMENTARFILM – „WO DAS GRAS AM HÖCHSTEN WÄCHST“ (2015, 50 Min)
Urban Nomads // Nomad Citizens präsentiert den als Bachelorarbeit an der FH Dortmund / Design entstandenen Dokumentarfilm von Philip Hallay und Christian Spieß. Der Regisseur Philip Halley ist anwesend und steht nach der Vorführung für eine Diskussion zur Verfügung.
Ulan Bator, Hauptstadt der Mongolei. Seit Beginn der Marktwirtschaft vor 25 Jahren zieht die Stadt die Nomaden aus dem Rest des riesigen Landes magisch an. Wie viel Tradition bleibt bei so viel Drang zur Moderne erhalten? Welche Konsequenzen bringt die Landflucht mit sich? Der Dokumentarfilm "Wo das Gras am höchsten wächst" blickt in die Welt von Begszuren und Dalai. Zwei Menschen im Zwiespalt der modernen Mongolei.
BEGZSUREN lebt in Ulan Bator. Genauer gesagt am Rande der mongolischen Hauptstadt im "Jurtenviertel". Der Mangel an Platz macht ihm zu schaffen. Die Regierung will ihm verbieten, seine Tiere weiter zu halten, obwohl er von ihnen lebt.
DALAI lebt mit seiner Familie in Bayangol Sum. Seit 25 Jahren sind sie nomadische Viehzüchter. Doch die Arbeit ist hart. Sein Sohn träumt insgeheim von Ulan Bator. Von der Stadt, die bereits einige Träume platzen ließ.

2. MUSIK – Mit mit Jamba Gereltsogt und Nemekhbayar Yadmaa von HOSOO & TRANSMONGOLIA
Khöömii, der traditionelle mongolische Kehlkopfgesang, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte aus dem Leben der nomadisierenden Mongolen. Mit dieser Gesangstechnik wurden Tiere (vor allem Pferde, Wölfe, Kamele), Flüsse, das Echo der Berge und der Wind imitiert. Die Musiker des Ensembles Transmongolia sind nicht nur hervorragend im Kehlkopfgesang, sondern spielen ebenso gut auch begleitend dazu ihre Instrumente: die Pferdekopfgeige, das traditionelle mongolische Streichinstrument, die Bassgeige, die mongolische Oboe und andere westmongolische Zupf- und Streichinstrumente.

3. AUSSTELLUNG – "METAMORPHOSE"

In der Galerie der Union of Mongolian Artist (UMA) wurde die Ausstellung "Metamorphose" von 40 jungen Künstlern der Mongolian State University of Arts and Culture (MSUAC) im Februar 2015 eröffnet, die Themen wie freier Wille und aktive Gesellschaftsgestaltung, künstlerisch umgesetzt haben. Die hier ausgestellten Werke, eine Serie von Digitalgrafiken, wurden bereits in der Red Ger Galerie des Arts Councils of Mongolia (ACM), in Harbin und Shanghai (China) gezeigt sowie in Berlin in der Mongolischen Botschaft.

4. MONGOLISCHES SPIEL – SCHAGAI
Sie sind in jeder Jurte und in jedem mongolischen Haushalt zu finden: Schagai, die mongolischen Würfel aus Schafsknochen. Anders als unsere westlichen Würfel haben sie keine sechs Würfelflächen, sondern kommen in vier möglichen Stellungen zur Ruhe, die nach Pferd, Kamel, Ziege und Schaf benannt werden. Maidar e.V. lädt ein, dieses traditionelle Spiel selbst einmal auszuprobieren.

5. MONGOLISCHE KÜCHE
Auch ein Einblick in die mongolische Küche darf nicht fehlen. Es werden unter anderem frisch zubereitete Buuz, fleischgefüllte Teigtaschen, die in Dampf gegart werden, angeboten. Dazu wird Suutei Tsai, gesalzener Milchtee, gereicht.

Das Bild ist von: BB.Bayarmagnai | Б.Баярмагнай Family | Гэр бүл
 2015, Digital Illustration, 110x80 cm

Veranstalter: Urban Nomads//Nomad Citizens, Maidar e.V., Otgonbayar Stiftung, Art Objective

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Samstag, 20. 02. um 18:00 | Robert-Havemann-Saal

Finanzskandale und Gentrifizierung in Berlin
Ursachen – Verantwortliche – Profiteure

Vorfeldveranstaltung zur Stadtpolitischen Aktivenkonferenz am 26./27. Februar

Warum steigen die Mieten?
Wie wurde die Immobilienspekulation politisch gefördert?
Was haben die Berliner Haushaltsschulden mit der politisch geförderten Immobilienspekulation zu tun?
Wer sind die Profiteure dieser Politik?

Referenten: Benedict Ugarte Chacón, ANDREJ HOLM

Veranstalter: Vorbereitungskreis Stadtpolitische Aktivenkonferenz

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Donnerstag, 25. 02. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Vesper - Menschenrechte aktuell: Die grosse Angst vor den Flüchtlingen

Wie sie geschürt wird, zu welchen Zwecken und mit welchen Folgen, wie sich der Rassismus daran nährt, wie immer schärfere Gesetze und Verordnungen ausgeheckt werden, um Migranten zurückzudrängen. Wie dadurch unser aller Grundrechte bedroht werden und was bisher aus der vielbeschworenen Absicht geworden ist, die Fluchtursachen zu bekämpfen.

Gäste: Berenice Böhlau (Rechtsanwältin), Ulla Jelpke (MdB - Die Linke), Wolfgang Grenz, ehemaliger Generalsekretär der Deutschen Sektion von von Amnesty International und Experte zum Thema Asyl und Flüchtlingspolitik

Moderation: Eckart Spoo


Zum Vespern stehen Brot und Käse, Wein und Waser bereit.

Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte, Internationale Liga für Menschenrechte, "Ossietzky" Zeitschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft

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Freitag, 26. 02. um 19:30 | Robert-Havemann-Saal

"Widerspruch der Werte – Arbeitsethos contra Grundgesetz?"

Vortrag und Gespräch in der Reihe: »Erneuerung der Bundesrepublik an ihren eigenen Idealen »www.artikel20gg.de«

Diana-Aman.HDD Wie viel Grundgesetz steckt noch in unserem Arbeitsverständnis, seit es sich durch die Hartz-IV Reformen massiv verändert hat? Welche Widersprüche tauchen in den Fragen um den Arbeitsbegriff immer wieder auf? Was ist überhaupt Arbeit und wieso verstehen wir sie als Gegensatz zum Leben? Welche Entwicklungen lassen sich erwarten und was macht das mit uns Menschen?
In Vortrag und Gespräch soll ein Verständnis für den Arbeitsbegriff entwickelt und ein notwendiger Paradigmenwechsel vorgeschlagen werden, der sowohl dem Menschen als lebendem Organismus angemessener beschreibt - als auch für die Welt heilsamer ist.

Referentin: Diana Aman ist seit 7 Jahren aktiv im Vorstand der Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e. V. Berlin. Dabei begleitet sie seit 4 Jahren die Aktionen von Ralph Boes im Kampf für die Wiedereinsetzung der Grundrechte, sowie die Abschaffung der Kürzungspolitik innerhalb des Sozialsystem (Hartz-IV Sanktionen). Nach ihrem Studium der Philosophie, Soziologie/Psychologie und einer Weiterbildung zur Trainerin/Dozentin war sie mehrere Jahre freiberuflich in verschiedenen Bereichen der wissenschaftlichen Assistenz, Moderation und Beratung tätig. Derzeit promoviert sie zum Thema Arbeitsethos mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Convivial (Ivan Illich Freundeskreis).

Der Eintritt ist frei - Eine Spende zur Fortführung der Arbeit ist erwünscht.

Veranstalter: Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e.V. und Verein zur Erneuerung der BRD an ihren eigenen Idealen e. V.

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Mittwoch, 02. 03. um 17:00 | Robert-Havemann-Saal

Die NGO-Website – 10 typische Fehler und wie wir sie vermeiden

BER-Netzwerktreffen

Herzlichen Glückwunsch! Nach 20 Jahren kommerzieller Nutzung des World Wide Web hat mittlerweile jede entwicklungspolitische Organisation einen Internetauftritt. Aber noch immer ähneln viele Websites von NGOs einer Verlängerung ihrer gedruckten Image-Broschüre im Internet. Die Bildschirme werden mit langen Texten zu komplexen Sachverhalten gefüllt, die es unbedingt zu erklären gilt. Bilder sind rar, andere Medienformate finden nur selten ihren Weg auf Internetseiten von entwicklungspolitischen Organisationen. Die letzten verbleibenden User/innen gehen über ein kleinteiliges Navigationsmenü verloren, das unbedingt alle Projekte und die gesamte Arbeit der Organisation vorstellen möchte. Spätestens beim nächsten Relaunch der 5 bis 10 Jahre alten Seite steht die Frage an: Was macht eigentlich eine gute NGO-Internetseite aus?
Viel zu oft planen wir die Homepage aus Sicht der Organisation. Wir fragen uns, welche Informationen wir haben, was uns interessiert und was wir anbieten wollen. Leider sind das nicht immer die Inhalte, an denen die Zielgruppe, die wir ansprechen möchten, ein gesteigertes Interesse hat. Das bemerken wir oft nicht, weil wir nicht regelmäßig analysieren, wie viele Menschen welche Inhalte unserer Seite anschauen. Auch im Jahr 2016 machen wir alle viele unnötige Fehler, immer noch. Meist aus guten Gründen, wie Zeitmangel und organisationsinternen Gegebenheiten, seltener auch, weil wir es nicht besser wissen. Der Referent Jona Hölderle zeigt in seinem Input typische Fehler einer NGO-Website auf und gibt Empfehlungen, wie wir sie vermeiden. Danach wollen wir mit ihm gemeinsam darüber diskutieren, was eine gute Website ausmacht und wie man sie mit wenig Ressourcen umsetzen kann.

Jona Hölderle wurde eingeschult, als das World Wide Web erfunden wurde, wohnt in Berlin, ist Verwaltungswissenschaftler und Naturschützer. Er ist Berater für Online Marketing und Social Media im nicht-kommerziellen Bereich, http://pluralog.de/

Veranstalter: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag e.V.

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Mittwoch, 02. 03. um 19:00 | VH1 (Vorderhaus 1. Etage)

Inhalt und Lücken des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes

Informations- und Diskussionsabend

Als vor fast zehn Jahren das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft trat, befürchtete die Wirtschaft den Untergang ihrer Vertragsautonomie. Sie vermutete, von Klagen abgewiesener Frauen, Männer, Behinderter und Migrant_innen überrollt zu werden. Was ist von den Befürchtungen geblieben? Hat das Gesetz bislang seinen Zweck erfüllt? Welche Erfolge sind zu verzeichnen? Welche Lücken weist das Gesetz auf ,die geschlossen werden sollten? Wie wirkt sich das AGG in Berlin aus? Was sollte und kann in Berlin getan werden, um der Zielsetzung des Gesetzes näher zu kommen?

Gastreferentin: Vera Egenberger (Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung)Vera Egenberger ist eine ausgewiesene Expertin im Thema, hat bereits zahlreiche Publikationen dazu veröffentlicht (zuletzt „Diskriminierungsschutz weiterentwickeln“) und ist Mitautorin der durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) in Auftrag gegebene umfassende Evaluierungsstudie zum AGG, die im Sommer erscheinen wird.

Veranstalter: Veranstalter: Humanistische Union – Landesverband Berlin-Brandenburg

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Dienstag, 08. 03. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal

Hans-Beimler-Chor

Aber wann wird es besser werden...
Die Lieder, die wir für den diesjährigen Internationalen Frauentag ausgewählt haben, spiegeln die Vielfältigkeit der Kämpfe wider – für Freiheit, Gleichheit und Selbstbestimmung, gegen Unterdrückung und Ausbeutung. Auch heute, mehr als 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag, müssen wir feststellen, dass diese Ziele für die Mehrheit der Frauen weltweit in weiter Ferne liegen. Doch liegt in den Liedern keine Resignation, sondern die Einsicht, dass im Handeln mehr Aussicht entsteht – oder wie Brecht sagt: „Dass du untergehst, wenn du dich nicht wehrst, das wirst du doch einsehen.“

Achtung: kostenpflichtige Veranstaltung

Veranstalter: Hans-Beimler Chor

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Freitag, 11. 03. um 19:00 | Raum 1102

Die Temporäre Autonome Zone: Untersuchung des Verhältnisses von Zeit und Autonomie bei Hakim Bey

Vortrag mit Diskussion

hakimbey In seiner programmatischen Schrift "Die Temporäre Autonome Zone" präsentiert Hakim Bey seine Auffassung von zeitlich beschränkten Freiräumen. Darin wird untersucht, ob das Ausleben voller Autonomie im Alltagsleben Bestand haben kann oder ob es vielmehr notwendig temporär bleiben muss. Diese und andere Fragen des "Ontologischen Anarchismus" sollen anhand der Ideen von Hakim Bey und anderen analysiert werden.

Eintritt frei

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie

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Veranstaltungen

So, 14. 02. um 13:00

2. Ratschlag für ein Bündnis sozialer Bewegungen

Wir wollen was bewegen!

Diskussion in verschiedenen Formaten

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Mo, 15. 02. um 19:00

Die Schuld(en) der Griechen

Thanos Contargyris, Mitglied der griechischen Wahrheitskommission und von Attac Hellas spricht über die Ursachen der Staatsverschuldung und Wege aus der Krise

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Mi, 17. 02. um 19:00

Filmvorführung "Leaving Fear Behind" und Diskussion mit Golog Jigme

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Das ganze Programm...

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