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Raum: 1206
Tel.: 42.02.26.45
Fax: 20.45.02.57
Web: www.stiftung-zurueckgeben.de
E-Mail: info[at]stiftung-zurueckgeben.de
Initiatorinnen: Irene Anhalt, Birgit Rommelspacher,
Hilde Schramm, Ursula Wachendorfer
Die Stiftung „Zurückgeben“ möchte Menschen anregen, die Vorteilsnahmen nicht-jüdischer Deutscher aus der Entrechtung, Enteignung, Vertreibung und Ermordung von Bürgern jüdischer Herkunft und jüdischen Glaubens auf sich oder ihre Familiengeschichte zu beziehen.
Hausrat und Wohnungseinrichtungen der Verfolgten wurden auf Auktionen öffentlich versteigert. Anderes wurde von den Nachbarn geplündert. Wertvolle Gegenstände wie Antiquitäten oder Bilder ließ der NS-Staat über den Handel verkaufen. In der Regel sind die ehemaligen Eigentümer nicht mehr zu finden.
Nicht wenige profitierten von der „Arisierung“ jüdischen Besitzes oder zogen Vorteile aus den Berufsverboten und gaben die im NS-Staat verbreiteten und unspektakulären Vorteilsnahmen an die Nachgeborenen weiter.
Die Stifterinnen haben durch „Zurückgeben“ eine der möglichen Konsequenzen aus diesem gesellschaftlichen und persönlichen Erbe gezogen.
Die Stiftung „Zurückgeben“, die 1994 in Berlin gegründet wurde, fördert Arbeitsvorhaben von Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen jüdischer Herkunft oder jüdischen Glaubens durch Projektzuschüsse und Jahresstipendien, im Wissen um die Zerstörung der Arbeitsmöglichkeiten von jüdischen Frauen und Männern unter nationalsozialistischer Herrschaft. Eine Förderung erhielten bisher u. a.: Katja Behrens (Schriftstellerin), Catarina Klusemann (bildende Künstlerin), Eva Lezzi-Noureldin (Germanistin), Deborah Philips (Filmemacherin), Elzbieta Sternlicht (Pianistin), Iris Weiss (Computerspezialistin).
An der Stiftung haben sich bisher Frauen und Männer beteiligt z. B. durch
den Verkauf von Bildern und Möbeln, die in der NS-Zeit weit unter ihrem tatsächlichen Wert erworben wurden;
einen freigeschätzten Wertausgleich für Teppiche und Vasen, die nach Hörensagen um 1940 auf Versteigerungen erworben wurden, so dass die Herkunft mit einiger Gewissheit erraten werden kann;
Spenden, motiviert durch Industriellentätigkeit von Familienangehörigen während des Krieges;
Spenden, obwohl die eigene Familie keine direkten Vorteile durch die "Arisierung" jüdischen Eigentums oder freiwerdender jüdischer Berufspositionen hatte.
Die Stiftung „Zurückgeben“ ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Die Unterstützung der Stiftung durch Zustiftungen und Spenden wird begrüßt.
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Mo, 06. 09. um 16:00
Öffentliche Ausstellungsführung
Der kurze Herbst der Utopie - 1989
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Fr, 10. 09. um 19:00
Vortrag und Diskussion
Hinrichtungen als politische Waffe in der Islamischen Republik Iran
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Mo, 13. 09. um 16:00
Öffentliche Ausstellungsführung
Der kurze Herbst der Utopie - 1989
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Das ganze Programm... |
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