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"Lebensläufe 53" - Veranstaltungsreihe Die Erinnerung an den 17. Juni '53 war immer in besonderer Weise politisch umstritten. Der historische Gehalt des Ereignisses ist nur jenseits eiliger politischer Vereinnahmung zu entdecken. Die Darstellung persönlicher Konflikte und individueller Entscheidungen ist in besonderer Weise geeignet, eine Basis für eine breite öffentliche Auseinandersetzung zu bieten. Die Orientierung an einzelnen Lebensläufen kann die umstandslose Distanzierung oder Identifikation mit Geschichte unterlaufen und die schwierige und wechselnde Stellung der Einzelnen in politischen Entwicklungen vorstellen. Über den Zeitpunkt des spektakulären Aufstandes geraten so die Vorgeschichte und die Verarbeitung der Krise des Jahres 1953 in den Blick. Zum 50. Jahrestag des "17. Juni" organisierte das Haus der Demokratie und Menschenrechte eine Veranstaltungsreihe. Anhand gegensätzlicher Biographien - das Leben vor und nach dem Aufstand - sollten die Umbrüche des Jahres 1953 persönlich fassbar gemacht und auf diese Weise den Besuchern ein individueller Zugang zur Zeitgeschichte ermöglicht werden. Durch die Auswahl der vorgestellten Personen und der Referenten aus verschiedenen Ländern wird eine Darstellung des europäischen Kontextes des 17. Juni 1953 ermöglicht: nicht nur eine Chronologie, sondern eine Topographie des Umbruchs, in der die Biographien der handelnden Personen aufgesucht werden können. Auf der Basis von Literaturrecherchen, Archivmaterialien und Interviews von Zeitzeugen bzw. Beteiligten soll das Material für diese Reihe zusammengestellt werden. Angedacht sind 10 Abendveranstaltungen. Es werden an einem Abend ein oder zwei Personen - Zeitzeugen, Politiker, Gewerkschafter, Künstler - vorgestellt, deren Leben und Schicksal mit den Ereignissen des Jahres '53 besonders verknüpft war. Zu den verschiedenen Biographien werden Fachleute (z. B. Historiker, Journalisten) sich äußern und mit den Teilnehmern diskutieren. Dazu fanden 2003 folgende Veranstaltungen statt:
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